27. August
Installation

17. September
Bettag

4. Oktober
Pfarreiausflug

Firmreis 2017
 
Nach Vallo Torinese, einem kleinen Ort am Stadtrand von Turin, führt der Weg der Firmreise der Pfarrei Herz Jesu Oerlikon schon seit Jahren.

Der kleine Ort mit nur 800 Einwohnern beherbergt ein kleines Geheimnis: aus Vallo Torinese stammt Maria Orsola Bussone, die 1970 mit 15 Jahren an einem Stromschlag starb. Maria Orsola Bussone war aktives Mitglied einer Jugendgruppe der Pfarrei und sang in der Pfarrei eigenen Band. Die junge Frau führte Tagebuch, das nach ihrem tragischen Tod veröffentlicht wurde und eine riesige Resonanz auslöste.

In kurzer Zeit wurde der Seligsprechungsprozess eröffnet. Die Pfarrei Vallo wartet jeden Tag auf die Seligsprechung der jungen Frau. Maria Orsola Bussone kann als Vorbild für Jugendliche gelten, die in ihrem Alltag versuchen, ihren Glauben zu leben und ihren Platz in der Kirche zu finden. Getragen von einer grossen Liebe zu Gott konnte sie ihr Leben mit all den Anfechtungen der Pubertät bewältigen. Von Vallo aus wurden wichtige Besuche nach Turin unternommen.

So waren die Jugendlichen aus Oerlikon zu Gast des „kleinen Hauses der göttlichen Vorsehung“ in Cottolengo – einem eigenen Stadtviertel für Menschen mit Behinderung.

Der Heilige Giuseppe Benedetto Cottolengo (1786-1842) gründete 1827 zunächst in einer kleinen Mietwohnung in Turin eine Auffangstation für Menschen, die sonst keine medizinische Versorgung erhalten hätten. Aus diesen bescheidenen Anfängen erwuchs in kürzester Zeit eine riesige soziale Einrichtung, die mehreren tausend Menschen Heimat und Arbeit gibt. Cottolengo gründete einen eigenen Priesterorden und eine Kongregation für Brüder und Schwestern. Heute sind etwa hundert Niederlassungen der „Piccole Case“ über die Welt verstreut, von Italien bis Florida, von Kenia bis Indien, von Tansania bis Ecuador.

Beeindruckt waren die Jugendlichen von der Begegnung mit einem 60 jährigen Mann, der von Geburt an keine Arme und Beine hat und im Rollstuhl sitzt. Gespannt folgten die Jugendlichen seinen Ausführungen, in denen er von Anfechtungen, aber auch von seiner Lebensfreude sprach. Die zweite wichtige Station war die Basilika Maria Ausiliatrice im Turiner Stadtteil Valdocco mit der Zentrale des Salesianer Ordens. Wo heute die grosse Basilika steht, gründete 1842 der Heilige Giovanni Melchiorre Bosco (1815-1888) in einem bescheidenen Schuppen eine Einrichtung für obdachlose Jugendliche. Das Turin des 19. Jahrhunderts war geprägt durch eine schnell wachsende Industrie, die tausende von jungen Leute aus den umliegenden Dörfern anzog, um hier Arbeit zu suchen. Tausende strandeten auf den Strassen, ohne Heimat, Ausbildung und Arbeit. Don Bosco gab den jungen Menschen eine Zukunft, in dem ihnen Unterkunft und Ausbildung ermöglicht wurde. Er glaubte an das Gute im Menschen: „Diese Kinder sind Edelsteine, die auf der Straße liegen. Sie müssen nur aufgehoben werden, und schon leuchten sie“ – sagte er.
Als Don Bosco 1888 starb, hatten die Salesianer 250 Häuser in Europa und Lateinamerika eröffnet, die ab 1846 rund 130.000 Jungen aufnahmen und rund 18.000 Lehrlinge ausbildeten. Bis 1888 entschieden sich rund 6.000 dieser Jugendlichen, Priester zu werden. Begleitet wurden die Jugendlichen durch Manfred Kulla, Luca Bordignon und einer jungen Frau, die 2013 gefirmt wurde und an dieser Reise damals als Firmandin teilgenommen hatte.
Mit vielen interessanten Eindrücken und Erlebnissen im Gepäck kehrte die Gruppe nach Oerlikon zurück.
   
   
   
   
   
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