27. August
Installation

17. September
Bettag

4. Oktober
Pfarreiausflug

Oekumenische Gebetsnacht
   
Gebetsnacht Züri Nord auf den Spuren der Versöhnung
Am Freitag, 13. Januar führten die katholischen Pfarreien von Oerlikon, Schwamendingen und Seebach und die reformierten Kirchgemeinden Hirzenbach, Oerlikon, Saatlen und Schwamendingen, die Christkatholische Kirchgemeinde, die serbisch-orthodoxe Gemeinde, die evangelisch methodistische Kirche Zürich-Nord und die Heilsarmee die Ökumenische Gebetsnacht Zürich Nord durch. Getragen wird diese ökumenische Veranstaltung von dem Gedanken, das Verbindende zwischen den christlichen Gemeinschaften zu stärken und die spirituelle Eigenart jeder dieser Gemeinschaften fruchtbar werden zu lassen.

Ein nächtlicher Gang durch Zürich Nord
Bis zu 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen den nächtlichen Gang durch Oerlikon und Schwamendingen unter die Füsse und liessen sich zu vier Impulsen in den verschiedenen Kirchen der beteiligten Gemeinschaften einladen. Die diesjährige Gebetsnacht stand unter dem Motto „¿Lassen wir uns versöhnen!“. „Das umgedrehte Fragezeichen ist kein Schreibfehler. Es soll zum >Stolpern< anregen und uns vom Fragen, bis hin zu einer Auffassung bewegen“, wusste Pfarrerin Renata Huonker, Koordinatorin für die Gebetsnacht 2017 zu berichten.

Eindrückliche Stationen
Die diesjährige Gebetsnacht startete in der ref. St. Niklaus Kirche in Schwamendingen. Die erste Station widmete sich der Frage „Wo brauche ich Versöhnung?“. Hier wurde auch bereits das Lied „So ist Versöhnung“ gesungen, das die Teilnehmer und Teilnehmerinnen die ganze Nacht begleiten sollte. Die zweite Station führte zu serbisch-orthodoxen Kirche „Maria Entschlafen“. Die abgedunkelte Kirch lud dazu ein, sich Gedanken über Hindernisse der Versöhnung zu machen. Eindrücklich war das gemeinsame Beten des „Herzensgebets“, das aus der orthodoxen Tradition stammt. Die Teilnehmenden standen im Kreis und sprachen das Gebet „Herr Jesus Christus, erbarme dich meiner“ im Atem-Rhythmus und gaben ein Licht an ihren Nachbarn oder ihre Nachbarin weiter. Das Licht sei ein altes Symbol für Christus, der unsere innere Dunkelheit hell werden lasse und uns so zu Versöhnung befähige, führe Miroslav Simijonivic von der serbisch-orthodoxen Kirche aus.

In der röm. Kath. Herz-Jesu Oerlikon standen die Bereitschaft zur Versöhnung und das Bekenntnis, der Versöhnung zu bedürfen, im Zentrum. Auch hier spielte die Lichtsymbolik eine wichtige Rolle. Die Gläubigen wurden ermutigt, eine Scherbe, auf der ein kleines Licht befestig war, zur Krippe zu bringen. „Wir bringen unsere Bedürftigkeit zum Kind in der Krippe, das uns mit unseren Unzulänglichkeiten und Schwächen versöhnt“, erläuterte Pfarrer Amgwerd. Die Gebetsnacht 2017 fand ihren Abschluss in der methodistischen Kirche. Das Leben als Versöhnte war Thema dieser vierten Station. Das Verbindende zwischen den christlichen Gemeinschaften wurde hier buchstäblich greifbar. Denn alle Teilnehmenden hielten ein buntes Band in der Hand, das zu einem Kreuz in der Mitte des Raumes führte. Über das Kreuz waren alle miteinander verbunden. Diese hoffnungsvolle Erfahrung lässt bereits die Vorfreude auf die Gebetsnacht 2018 aufkommen.

Manfred Kulla, Pfarrei Herz-Jesu Oerlikon
     
     
     
     
     
Impressum